Wenn der Himmel grau wird (274)
- In weiter Ferne sind verblasst
die Sterne, unsere Brüder,
Als eine bleiern graue Last
senkt sich der Himmel nieder.
Der Mensch erwacht in seinem Leid
zum Mord und zum Gebete
Der Atem einer kranken Zeit
geht keuchend durch die Städte.
- Steh auf im Schein des kargen Lichts
du Lump auf fremder Schwelle.
Steh auf und geh und hoffe nichts,
der Himmel wird nicht helle.
Das wird ein Arme-Leute-Tag
voll Schweiß und Blut und Tränen.
Das wird ein Tag vom alten Schlag,
nicht der, den wir ersehnen.
- Nicht der, der uns im Traum erschien,
gekrönt von hundert Sonnen,
da blühend stand im ew'gen Grün
die Welt, die wir gewonnen.
Den Ranzen pack und troll dich sacht
schon nahen die Gendarmen.
Verbirg, verbirg den Traum der Nacht,
den lichten Traum der Armen. - In weiter Ferne sind verblasst
die Sterne, unsere Brüder,
Als eine bleiern graue Last
senkt sich der Himmel nieder.
Den Ranzen pack und troll dich sacht
schon nahen die Gendarmen.
Verbirg, verbirg den Traum der Nacht,
den lichten Traum der Armen.