Wenn der Himmel grau wird                 (274)
 

  1. In weiter Ferne sind verblasst 
    die Sterne, unsere Brüder,
    Als eine bleiern graue Last 

    senkt sich der Himmel nieder.
    Der Mensch erwacht in seinem Leid 

    zum Mord und zum Gebete
    Der Atem einer kranken Zeit 

    geht keuchend durch die Städte.
      
  2. Steh auf im Schein des kargen Lichts
    du Lump auf fremder Schwelle.
    Steh auf und geh und hoffe nichts,
    der Himmel wird nicht helle.
    Das wird ein Arme-Leute-Tag

    voll Schweiß und Blut und Tränen.
    Das wird ein Tag vom alten Schlag,

    nicht der, den wir ersehnen. 
     
  3. Nicht der, der uns im Traum erschien,
    gekrönt von hundert Sonnen,
    da blühend stand im ew'gen Grün
    die Welt, die wir gewonnen.
    Den Ranzen pack und troll dich sacht
    schon nahen die Gendarmen.
    Verbirg, verbirg den Traum der Nacht,
    den lichten Traum der Armen.

  4. In weiter Ferne sind verblasst 
    die Sterne, unsere Brüder,
    Als eine bleiern graue Last 

    senkt sich der Himmel nieder.
    Den Ranzen pack und troll dich sacht
    schon nahen die Gendarmen.
    Verbirg, verbirg den Traum der Nacht,
    den lichten Traum der Armen.



zurück

zurück zur Mitgliederhauptseite

Nach oben