Der Wind weht frei (Collage nur 2.Strophe)

 

  1. Der Wind weht frei und schmeckt wie nach Heu
    Statt heiß nach Blut und Brand.
    Wer lebt, der hilft dem Frieden beim Anfang,
    das Schlimmste ist wohl vorbei.
    Und die Erde dreht und dreht sich aufs neu,
    als wäre nichts gescheh’n.
    Doch uns, die nachts die Sterbenden sehn,
    uns kann das kaum so gehen.
    Ins tiefste Herz getroffen, da bleibt ein Schmerz,
    ein Riß bleibt da offen,
    und doch, ein Kind, sein Spielzeug sein Glück,
    es lacht und da lach ich zurück.


     
  2. Geh heim, mach’s gut, Chor mit Klavier
    du bist wieder frei
    und Erd’ und Himmel auch.
    Der Mut, noch klein,
    wächst über dem Rauch,
    und keiner von uns lernt allein.
    Und doch mußt du auf dein Leben seh’n,
    das Größte soll’s dir sein,
    wie könntest du sonst ein and’res verstehn,
    die Erde wird anders nicht dein.
    Uns’re eigenen Enkel fragen
    später selten nach diesen sechs Jahren.
    Für sie ist dieser Krieg fast wie eine Mär,
    sie haben unser Leid nicht erfahren. 

 

 

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