Wilde Gesellen                        135

      Strophe im KZ entstanden und gesungen:

  1. Wilde Gesellen, vom Sturmwind durchweht,
    Fürsten in Lumpen und Loden,
    zieh’ n wir dahin, bis das Herze uns steht,
    ehrlos bis unter den Boden.
    Fiedel, Gewand in farbiger Pracht,
    trefft keinen Zeisig ihr bunter!
    Ob uns auch Speier und Spötter verlacht,
    uns geht die Sonne nicht unter!

    Fassung von Ernst Busch nach 1945:
  2. Graue Kolonnen ziehen ins Moor,
    Arbeiterreih’ n ohne Ende.
    Posten zur Seite, Posten davor,
    Posten am Zuges Ende.
    Geht auch der Tod uns dauernd zur Seit’,
    geht es auch drüber und drunter,
    Braust auch der Wind durch die finstere Heid’,
    uns geht die Sonne nicht unter.

     
  3. Rezitation, alle summen: m…m
    Wir war’ n die Jugend des Hochverrats,
    uns konnt’  kein Gegner zerbrechen!
    _________________________________

     
  4. Doch strahlt uns vom Osten ein Morgenrot,
    aufleuchtend hell, wie ein Wunder,
    ||: kündet uns allen ein Ende der Not,
    uns geht die Sonne nicht unter. :||

 

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