Busch – Sonett                        141
 
Ernst Busch …
auf dem langen Marsch der Völker von unten nach oben
  wurde sein letztes Lied der Zeiten noch nicht gesungen!

 

  1. Er sang vom Blut, 
    das nie verfärbt sich auf der Welt, 
    er sang, wie es seit Adams Zeiten ist hienieden, 
    er sang trotz Hass und Kampf und alledem: 
    vom Frieden,  davon, wie’s enden kann, 
    behält die Macht -  das Geld. 


  2. Dem Gaul Geschichte an die Kehle, 
    denn er hinkt!  O Spartakus! 
    Vergoss’nes Blut schwillt an zu Fluten!
    Die Welt – ein einzig’ Ton 
    brüllt auf in Höllengluten! 
    Es hält die Nacht den Sturm im Schoße, er ertrinkt!


  3. Die Frage: Wessen, wessen ist die Welt? Sie blieb!
    Madrid erinnert: Hoch die Solidarität!
    Der Moorsoldaten Lied im Herzen hilft
    Gleichheit erstreiten! 


  4. Er sang, wie blut’ge Tränenspur Geschichte schrieb.
    Er sang von Deutschlands Blühen,
    das den Frieden sät.
    Der rufend sang, das war ein Bürger der kommenden Zeiten.

 

Ernst Busch …
auf dem Langen Marsch der Völker von unten nach oben
wird sein letztes Lied der Zeiten noch gesungen werden! 


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